Über uns
Das Community Health Labor Veddel ist aus gemeinsamen Forschungsprojekten entstanden und wurde 2025 als Kooperation von dem Stadtteilgesundheitszentrum Poliklinik Veddel und Prof. Silke Betscher/HAW Hamburg gegründet. Hier arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Kontexten und Disziplinen zusammen, um gemeinsam neues Wissen, neue Lernräume und Veränderung vor Ort zu schaffen.

Stadtteil- oder Community-Forscher*innen bringen als Anwohner*innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus dem Stadtteil und aus ihren Communities ein. Sie führen Interviews und Befragungen durch, wirken an der Auswertung und Öffentlichkeitsarbeit mit, beteiligen sich an Lehrforschungsprojekten mit Studierenden und entwickeln Ideen für Interventionen im Stadtteil.
„Ich mach mit für eine bessere Zukunft für alle, also nicht nur, dass nur ein kleiner Bruchteil was davon hat.“
„Die Zusammenarbeit mit der Poliklinik und der Hochschule hat mir von Anfang an Spaß gemacht; der Austausch untereinander und die Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Genau deshalb bin ich weiterhin dabei.“
Die Forschungskoordination bringt theoretisches und methodisches Wissen ein. An ihr sind nach Möglichkeit stets Vertreter*innen aus der Poliklinik Veddel, aus der Hochschule sowie aus dem Stadtteil beteiligt. Sie gestaltet die Prozesse konzeptionell und organisatorisch, plant und realisiert Schulungen, vernetzt Wissenschaft und Praxis, gestaltet Öffentlichkeitsarbeit und sichert durch das Einwerben von Fördermitteln die langfristige Weiterentwicklung des Community Health Labors.
„Ich möchte Probleme auf der Veddel verstehen, gucken was Personen wichtig ist und wie sie darüber sprechen. Es sollte eine Möglichkeit geben, für die Leute auf der Veddel selbst zu bestimmen worüber geforscht werden soll.“
„Es macht mir Freude mit unterschiedlichen Menschen zusammen zu arbeiten, Neues zu lernen und Impulse für Veränderungen zusammen zu entwickeln. So können wir Zusammenhänge besser verstehen und gemeinsam tätig werden.“
„Mit dem Community Health Labor kann die HAW Hamburg unmittelbar an der partizipativen Gestaltung von Stadtgesellschaft mitwirken. Für die Studierenden wird hier die Vielfalt an Wissensformen erfahrbar und mit der Forschung können wir Menschen und Gruppen einbinden, die oftmals als ‚schwer erreichbar’ markiert werden.“
Mitarbeiter*innen aus der Versorgungspraxis und Gemeinwesenarbeit der Poliklinik Veddel bringen ihre Expertise aus der Versorgung und ihrer Profession ein. Sie wirken projektbezogen im Community Health Labor mit und stärken die Verbindung von Community-Forschung, Primärversorgung und Interventionsentwicklung.
„Gesundheitliche Versorgung sollte sich an tatsächlichen Bedarfen ausrichten. Dafür braucht es Zugänge und vertieftes Wissen. Ein Forschungsprojekt direkt mit Nachbar*innen durchzuführen hat mir ganz neue Einsichten ermöglicht.“
Studierende der HAW Hamburg beteiligen sich im Rahmen von Lehrforschungsprojekten. Sie wirken in Datenerhebungen mit, sammeln praxisbezogene Lernerfahrungen und erfahren die Relevanz von situiertem Alltagswissen.
Kooperationen und Netzwerkarbeit sind neben der Arbeit im Stadtteil für das Community Health Labor Veddel zentral. Von besonderer Relevanz sind hier das Poliklinik Syndikat als Dachverband solidarischer Gesundheitszentren in Deutschland und das Stadtteillabor Bochum-Hustadt, in welchem Prof. Christiane Falge den Stadtteillabor-Ansatz maßgeblich entwickelt hat und mit dem ein kontinuierlicher und reger Austausch besteht.
