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Foto von einem Workshop

Partizipative Wissensproduktion, Interventionsformen und Organisierung für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung

Im Projekt „Partizipative Wissensproduktion, Interventionsformen und Organisierung für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung“ wurde gemeinsam mit dem Stadtteillabor Hustadt ein interaktiver Workshop entwickelt und auf der Tagung “Infrastrukturen der sorgenden Stadt” durchgeführt. Hier wurde diskutiert, wie Ergebnisse aus Community-Forschung wirksam in Prozesse einer gesundheitsfördernden Stadtentwicklung eingebracht werden können. Im Fokus standen dabei Kommunikationsstrategien und Wege, um Community-Wissen politisch, institutionell und zivilgesellschaftlich wirksam zu machen.

Hintergrund und Fragestellung

In der bisherigen Forschungsarbeit zeigte sich immer wieder, dass strukturelle Herausforderungen, wie Resignation nach belastenden Institutionenkontakten, schwierige Organisierungsprozesse von Mieter*innen oder schwer zugängliche Verwaltungs- und Politikstrukturen, einer nachhaltigen Nutzung von Forschungsergebnissen im Weg stehen können. Ein zusätzliches Preisgeld des Citizen-Science-Preises ermöglichte es, diese wiederkehrenden Fragestellungen in einem eigenständigen Workshop gemeinsam mit Communityforscher*innen des Stadtteillabors Hustadt, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen aus verschiedenen Feldern vertiefend zu bearbeiten. Zentrale Leitfrage war, welche Kommunikations- und Interventionsformen geeignet sind, um Community-Wissen in stadtentwicklungspolitische und institutionelle Prozesse einzubringen.

Methodische Vorgehensweise

Der Workshop wurde partizipativ gemeinsam mit Communityforscher*innen aus Hamburg und dem Stadtteillabor Hustadt in Bochum konzipiert und auf der Arbeitstagung „Infrastrukturen der sorgenden Stadt“ des Instituts für Geographie der Universität Münster umgesetzt. Diskutiert wurden konkrete Ansätze, um Community-Wissen handlungsfähig zu machen, darunter niedrigschwellige Beteiligungs- und Begegnungsformate, Strategien zur Schaffung neuer Aushandlungsräume zwischen öffentlichen und privaten Kontexten sowie Möglichkeiten einer frühzeitigen und kontinuierlichen Einbindung von Verwaltung und Lokalpolitik. Ergänzend wurden alltagsnahe Sorge- und Care-Praxen in Nachbarschaften als bislang wenig sichtbare, aber zentrale Ressourcen für eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung thematisiert.

Ausblick

Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wichtige Impulse für zukünftige Projekte der gesundheitsbezogenen Community-Forschung und fließen in die Weiterentwicklung von Kommunikationsstrategien und in neue Förderanträge ein. Darüber hinaus beförderte die gemeinsame Workshop-Gestaltung den Ausbau eines städteübergreifenden Netzwerks von Citizen Scientists.

Das Projekt wurde gefördert durch:

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